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Lot 1
Auszug des Christlichen Catechismi wie er alle Wittwoch der Jugent würd fürgelesen in der Neuen Pfarr zu Regenspurg Anno 1563. Deutsche Handschrift auf Papier. (Regensburg ?), 1563. 40 Bl. 21 x 16 cm. Schweinsleder der Zeit mit Platten- und Rollstempelverzierung (etwas ausgebunden, fleckig, Bezug mit alt reparierten Fehlstellen).
Schätzpreis 450 €
Saubere Schrift mit gelegentlichen Rubrizierungen. Bringt in Form von 15 Lektionen Ausführungen über Herkunft, Form und Bedeutung des Katechismus, von den Geboten über Fürbitten bis zum Gottesdienst. Der Schreiber wird nicht genannt. – Im Rand durchgehend wasserspurig, teils braunfleckig, Schrift vor allem gegen Ende teils gering verwischt, insgesamt noch ordentlich.

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Lot 2 Cancrin, Georg von
Zwei Briefe von Schreiberhand. Eigenhändig signiert. Paris, 1814. 32,5 x 41 cm und 33,5 x 20 cm.
Schätzpreis 300 €
Georg Graf Cancrin (1774-1845) ging 1796 nach Russland und wurde dort, infolge eines Werkes über die Verpflegung von Armeen, 1813 zum General-Intendanten. Zar Alexander I. machte ihn 1823 zum Finanzminister, Cancrin hatte das Amt dann 21 Jahre inne. – Justus von Gruner (1777-1820) wurde 1811 als Geheimer Staatsrat zum Chef der höheren Polizei in Preußen berufen und 1815 Chef der alliierten Polizei in Frankreich sowie Polizeidirektor des besetzten Paris. – Beide Briefe mit gedrucktem Briefkopf “General-Intendantur der russischen kaiserlichen aktiven Armeen. Deutsche Expedition. Hauptquartier”. – I. Brief an den Geheimrat Justus von Gruner: Cancrin kündigt unbare Abwicklung von Gehaltszahlungen für die deutschen Hilfstruppen an, “da alle Commissionen, welchen die Gehaltsabrechnungen mit den Truppen zukommen, jenseits des Rheins zurückgeblieben sind”. – II. Brief an Gruner, in dem Cancrin ersucht, “alle, für den Dienst der russischen Armee bestimmten und disponiblen Summen, mit möglichster Beschleunigung an den kaiserlich russischen Kriegs-Commissaire von Iwanow in Heidelberg gefälligst abgehen zu lassen”. – Mit einigen Zusätzen von fremder Hand, ein Brief mit gesiegelter Adresse, ein Brief mit Randläsuren, leicht fleckig.

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Lot 3 D’Annunzio, Gabriele
Fünfzeilige, voll signierte Widmung. Unter einem Porträtfoto (Original-Photographie. Vintage. Silbergelatine) nach Aufnahme von Giovanni Cividini. Montiert. (Triest, um 1930). Bildgröße: 16 x 11,5 cm. Blattgröße: 31,5 x 22,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Die Aufnahme mit Originalsignatur des Photographen. – Bild ausgesilbert, die Signatur gut.

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Lot 4 Franz Joseph I
Eigenhändig unterschriebene Urkunde zur Verleihung des Elisabeth-Ordens erster Classe für Angélique Freifrau Kübeck von Kübau, geborene Gräfin von Auersperg. Datiert: Wien, 30 November 1898. Lithographische Urkunde mit handschriftlichen Ergänzungen sowie mit Unterschrift von Kaiser Franz Joseph I. sowie vom Ordenskanzler und dem Ordensschatzmeister signiert und mit Prägestempel des Ordens versehen. 1 Seite. Doppelblatt. Blattgröße: 36,5 x 23,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Der Elisabeth-Orden wurde am 17. September 1898 durch Kaiser Franz Joseph I. als erster und einziger Damenverdienstorden Österreich-Ungarns zu Ehren der heiligen Elisabeth von Thüringen gestiftet. Gleichzeitig diente er dem Andenken der am 10. September 1898 in Genf ermordeten Kaiserin Elisabeth. – Dabei: I. Eigenhändiger Brief des k.k. Statthalters in Steiermark an Angelika Freiin von Kübeck zu Kübau. Datiert: 14. December 1898. 1 Seite. Doppelblatt. Blattgröße: 34 x 21 cm. – Bestätigungsschreiben, dass der Freifrau Kübeck zu Kübau der Elisabeth-Orden von Franz Joseph I. verliehen wurde. – II. Statuten für den Elisabeth-Orden und die demselben affilirte Elisabeth-Medaille. Mit 2 farblithographischen Tafeln. 1889. 4 Bl. 35 x 26,5 cm. Original-Leinwand mit Deckeltitel. – Sehr gut erhalten.

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Lot 5 Friedrich Carl Alexander von Preußen
Meldebuch. (Deckeltitel). Deutsche u.a. Handschriften auf Papier. Berlin, 1854-1856. 225 Bl. mit Einträgen, der Rest vakat. 29 x 23 cm. Ganzleder mit vergoldetem Deckeltitel, Deckelfileten, etwas Rückenvergoldung und Goldschnitt (berieben, Rücken aufgehellt).
Schätzpreis 3000 €
Das Gäste- bzw. Einlassbuch umfasst den Zeitraum vom 29. Juni 1854 bis zum 31. Dezember 1856. – Prinz Friedrich Carl Alexander von Preußen (1801-1883) war der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise. – Mit eigenhändigen Unterschriften (teils mehrfach) hatten sich jeweils die angemeldeten (und zugelassenen Gäste) der Hoheit verewigt: Prinz Wilhelm von Hessen, Graf Dönhoff, Giacomo Meyerbeer, Friedrich Wilhelm Jähns, Ludwig von Massow, W. von Schadow, Graf von Hardenberg, Graf Pückler, von Kühlwetter, Graf Grabowski, Prince Pierre d’Oldenbourg, Generalmajor von Prittwitz, Graf von Hatzfeldt, General von Reyher, Ludwig Wichmann, Prinz Friedrich von Hessen, Prinz von Hohenzollern, Major von Borstell, Graf zu Dohna-Schlobitten, Graf von Flemming, Fürst Ludwig zu Sayn-Wittgenstein u.v.a. – Block nach Blatt 7 gebrochen, die folgenden sechs Blatt teils gelöst und mit leichten Randläsuren, vereinzelt etwas verwischt.

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Lot 6 Heraldik – Zazo y Ortega, Ramon
Spanisches Patent zum Adelsstand und Wappenrecht für D. Matias Garcia Alvarez, Alvarez y Carracedo. Mit gefaltetem, gemalten Stammbaum, 2 ganzseitigen gemalten Wappen, 4 gemalten Textwappen, 3 ornamental ummalten Namen sowie einer gemalten Initiale. Spanische Handschrift auf Pergament mit roten gemalten Fileten. 1766. 30,5 x 21 cm. Gebunden, ohne Einband.
Schätzpreis 900 €
Prachtvolles und fein ausgeführtes Patent für D. Matias Garcia Alvarez, Alvarez y Carracedo. Mit dessen Wappen sowie dem Wappen von Don Ramon Zazo y Ortega sowie dem prachtvollen Stammbaum. – Jedes Blatt unten vom Autor monogrammiert. Am Ende signiert und mit einem (statt zwei) Papiersiegel. – Das Wappen von Zazo y Ortega mit Stempel von “Carolus III”. – Das erste Wappen etwas gebräunt und fleckig, Stammbaum mit Knickspur in der Einfaltung, leicht gebräunt und fleckig, insgesamt aber gut erhalten.

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Lot 7 Judaica
Berliner Bürgerbrief für den Handelsmann Meyer Moses Meyerhoff. Vordruck mit handschriftlichen Eintragungen und Siegel. Berlin, 20.12.1814. 2 Bl. 37 x 21 cm.
Schätzpreis 300 €
Vgl. Jacobson, Die Judenbürgerbücher der Stadt Berlin 428. – Mit eigenhändigen Unterschriften des damaligen Oberbürgermeisters Büsching und des Sekretärs Raspe. – Meyerhoff (Schwerin 1760-1833 Berlin) schwört, dass er dem König und dem Magistrat “getreu und unterthänig” bzw. “gehorsam und gewärtig seyn will”. Von sowas kann Herr Müller heute nur noch träumen … – Gefaltet, etwas knitterspurig, fleckig und braunfleckig, noch ordentlich.

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Lot 8 Kalckreuth, Friedrich Adolph von
Abschrift des Testaments nebst Inventarium des Nachlasses. Deutsche Handschriften auf Papier. Das Testament gesiegelt. Königsberg, 21.7.1829 und undatiert. 16 Bl.; 16 Bl. 34 x 20,5 und 23,5 x 19,5 cm. Original-Broschuren (längsgefaltet, gebräunt und etwas braunfleckig). [#]
Schätzpreis 450 €
Kalckreuth war am 10.7.1818 in Berlin gestorben, hier die Abschrift in der Nachlass-Sache seiner Witwe Charlotte Henriette und seiner Söhne Friedrich Wilhelm Emilius und Ernst Friedrich Carl. Das Erbe dürfte problematisch gewesen sein, ausweislich des sehr detaillierten Verzeichnisses (Gesamtinventar des Haushalts in 20 Gruppen) ergaben sich Schulden in Höhe von fast 18.000 Talern. – Dabei: Fragmentarisches Schriftstück (wohl von Schreiberhand) der Gräfin Kalckreuth, vorhanden sind die Blätter 2 bis 23 (von 23). Mangels Deckblatt kann nur vermutet werden, dass der Schriftsatz vom Anwalt der Erben verfasst wurde. – Selten minimal verwischt, insgesamt recht gut.

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Lot 9 Lehar, Franz
Kleine Sammlung zu Franz Lehar, aus dem Nachlass des Kapellmeisters Eugen Mürl. [#]
Schätzpreis 300 €
Vorhanden sind u.a.: Lehar-Medaille der Stadt Wien. In der Originalschachtel des Wiener Hauptmünzamtes. Im Innendeckel handschriftliche Widmung von Lehar von 1931; E. Decsey, Franz Lehar. Wien, 1924. Auf dem Titel mit handschriftlicher Widmung Lehars von 1930; A. von Lehar, Unsere Mutter. Wien, 1930. Auf dem Titel mit handschriftlicher Widmung Lehars von 1931. – Weitere Stücke. – Meist nur kleine Alters- und Gebrauchsspuren, ordentlich.

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Lot 10 Loup, Johann de
Zwei eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Deutsche Handschrift auf Papier. Datiert 10. bzw. 11.IX.1805. Jeweils 1 Seite. Doppelblätter mit Adresse und Siegel. 31 x 20,5 cm. [#]
Schätzpreis 300 €
Johann le Loup war von 1803 bis 1805 Kommandeur des Hausregiments Erzherzog Rainer. Beide Briefe sind an das Salzburgische Pfleggericht Sallfelden gerichtet. In dem Brief vom 10.9.1805 bittet er um Stellung von 10 Mann für Befestigungsarbeiten nach Luftenstein. In dem Brief vom 11.9.1805 geht es um die Abwehr des Aufrufs der Bauern sowie um Rat bezüglich der den Beamten eventuell angedrohten Todesstrafe: “Die die hohe Landes-Regierung in gegenwärtigen Umständen von keinem Einfluß hier seyn kann, und S. Königl. Hoheit der Herr Churfürst der Bruder des Monarchen ist; So dürfte es voreilig seyn, die Bauern von der Arbeit abzuruffen, weil man sonst andre Mittel ergreiffen müßte. Was aber die angedroht Todes Straffe für die Beamten betriftt, welche Gegenwehr veranstalten, so scheint es nicht so gefährlich zu seyn, wenn der Beamte die gewechselten Schriften mit dem k.k. Militär zu seiner Legitimation erforderlichen Fals producirt”. – Beide Schreiben gut erhalten.

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Lot 11 Mecklenburg-Schwerin, Cecilie zu
Sammlung von eigenhändigen Briefen an Wedego von Wedel. Deutsche Handschriften auf Papier, meist mit ihrem eigenen Briefkopf, nur mit “C.” unterzeichnet. Zusammen ca. 60 Bl. Unterschiedliche Orte, um 1909-1912. Lose in zeitgenössischer Flügelmappe mit nicht zugehörigem Deckeltitel (bestoßen, Flügel angeschlissen).
Schätzpreis 360 €
Die Herzogin war mit dem letzten deutschen Kronprinzen verheiratet und residierte bis 1945 in dem nach ihr benannten Cecilienhof in Potsdam. Der Empfänger ist auf einem der beiliegenden Original-Briefumschläge namentlich bezeichnet. Der Inhalt der Briefe ist eher allgemein gehalten, es geht um Reiseeindrücke, Danksagungen, Glückwünsche etc. – Dabei zwei originalphotographische Postkarten, von der Herzogin beschrieben. – Umschläge teils unsauber aufgerissen, sonst sauber.

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Lot 12 Posen
Geburtsurkunde aus Fraustadt (Provinz Posen, heute Wschowa) für Carl Benjamin Claß. Deutsche Handschrift von Schreiberhand auf Pergament. Mit angehängter Siegelkapsel aus Buchsbaum mit Siegel. 35 x 46 cm.
Schätzpreis 300 €
Bezeigt die eheliche Geburt von Claß und nennt die Namen der Eltern und Paten, diese stammen u.a. aus Groß-Glogau/Schlesien. Mit Unterschrift des ausstellenden Consulenten. – Etwas gewellt, teils etwas blaß, recht gut.

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Lot 13 Radetzky, Josef Wenzel von
Eigenhändiges Brieffragment. Deutsche Handschrift auf Papier. (1848). 1 S. 15 x 17,5 cm. Mittelfalte. [#]
Schätzpreis 300 €
Brieffragment aus dem ersten italienischen Unabhängigkeitskrieg (1848/49): “Eure armee Divisionen 10 bis 15000 Mann sind viel zu wenig um entsprechende Vortheile an der Donau erwarten zu lassen, hier aber würden Sie den hochsten Nachtheil nach sich bringen, da der Feind geschlossen weder Venedig noch Mittelitalien unterworfen bis 16ten …”. – Josef Wenzel von Radetzky (1766-1858) war ein bedeutender österreichischer Heerführer und wurde vor allem durch seine militärischen Erfolge 1848/1849 gegen Sardinien-Piemont und die von diesem Königreich unterstützten nationalitalienischen Aufständischen berühmt. – Mit zeitgenössischem Provenienzeintrag: “Handschrift des K.K. Feldmarschalls Graf Radetzky erhalten durch dessen Adjudant Maj. v. Diller.” – Etwas gebräunt.

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Lot 14 Russland – Boissonas und Eggler
Matilda Kscheßinskaja. Eigenhändige Widmung an E.L. Towe. Auf Original-Porträtphotographie. Vintage. Silbergelatine. Montiert. St. Petersburg, 1908. [#]
Schätzpreis 300 €
Bildgröße ca. 13 x 16 cm. Am unteren Rand des Trägers etwas beschnittener Blindstempel des Studios, verso Stempel des Studios. Das Studio führte auch Aufträge für die Zarenfamilie aus. Seltene Aufnahme des Stars des Mariisnki-Theaters, deren Liaison mit dem jungen Zaren Nikolai II. bis heute skandalträchtig ist. Kscheßinskaja (polnisch: Matylda Krzesinska) arbeitete später mit S. Djagilew und emigrierte 1920 nach Paris. – Träger im Rand minimal gewellt, etwas gebräunt, sonst gut.

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Lot 15 Russland – Lorens, A
Marija M. Petipa. Eigenhändige Widmung an L.L. Towe. Auf Original-Porträtphotographie. Vintage. Silbergelatine. Montiert. St. Petersburg, 1893. [#]
Schätzpreis 300 €
Bildgröße ca. 14 x 10,5 cm. Am unteren Rand des Trägers und verso Eindruck des Studios. Seltenes Kabinett-Porträt der Solistin des Mariinski-Theaters, Tochter des berühmten russisch-französischen Ballettmeisters Marius Petipa. Der Empfänger der Widmung war ein Bergbauingenieur. – Träger gering bestoßen und fleckig, sonst recht gut.

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Lot 16
Sammlung von handschriftlichen und maschinenschriftlichen Briefen an das deutsche Kaiserhaus und diverse Adelshäuser, betreffs der Einrichtung eines geplanten alkoholfreien Erfrischungsheimes, des “Königin Luise Heimes”, in nächster Nähe des Leipziger Völkerschlachtdenkmals. Deutsche Handschriften und Maschinenschriften auf Papier. Unterschiedliche Orte, Formate und Papiersorten, um 1910-1913. Gesteckt in transparente Hüllen, in altem Ringordner.
Schätzpreis 300 €
Eher kurioses Projekt, zu dessen Realiserung wir weiter nichs herausbringen konnten. Initiatorin war Gundel von Blücher bzw. eine Ottilie Hoffmann für den “Bund abstinenter Frauen”. Die angeschriebenen Häuser bzw. Familien (Kaiserhaus, die Prinzen, Bayern, Sachsen etc.) waren eher reserviert und unterstützten den Bund allenfalls verbal, Zusagen für Spenden gab es selten. Unterschrieben haben die Antworten meist Sekretäre, ganz selten die Adeligen selber. Die Briefe an die Häuser liegen gelegentlich in Abschriften bei. – Jeweils im Rand Aktenlochung, teils mit kleinem Buchstabenverlust, insgesamt ordentlich.

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Lot 17 Schlesien
Lehrbrief der wohlgeborenen Johanna Helena von Tschammer geb. von Prittwitz auf Gut Minitz für Johann Caspar Lange aus Krotoschin. Deutsche Handschrift von Schreiberhand auf Pergament. Mit reichem ornamentalem Bilderschmuck (signiert Johann Gottlieb Macher). Minitz, 17.2.1760. 37 x 59 cm.
Schätzpreis 300 €
Minitz (auch Münitz) gehörte zu Trebnitz, Regierungsbezirk Breslau. Die Urkunde bescheinigt, dass Lange sich als Lehrling der “Lustgärthnery” immer ehrlich und fleissig betragen habe. Mit zwei zeitgenössischen Gebührenstempeln. Die Urkunde zeigt sehr reizvolle Vignetten mit einem Wappen sowie Darstellungen zum Gartenbau. Es fehlt der ursprünglich unten angehängte Teil mit der Unterschrift des in der Urkunde genannten Bevollmächtigten, Lebr. Trieff, weiter fehlt das Siegel mit Siegelkapsel. – Etwas gewellt und angestaubt, kaum verwischt, insgesamt gut.

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Lot 18 Schweitzer, Albert
Eigenhändiges, achtzeiliges Albumblatt (aus dem Gästebuch von Richard Kik). 1.9.(19)55. 16 x 14,5 cm.
Schätzpreis 300 €
Kurzer Grußtext an den Freund und Förderer Richard Kik (Heidenheim). – Im Rand etwas gebräunt und knickspurig, mit Spuren alter Bindung, sonst gut.

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Lot 19 Schweitzer, Albert
Eigenhändiges, vierzehnzeiliges Albumblatt (aus dem Gästebuch von Richard Kik). 30.8.(19)49. 17 x 11,5 cm.
Schätzpreis 360 €
Schweitzer weilte auf der Rückreise von der Goethefeier in Frankfurt a.M. bei Kiks in Heidenheim. “Aber leider muss ich weiter…”. Beigegeben originalphotographische Postkarte (Porträt A. Schweitzer mit Richard Kik), von Schweitzer am unteren Rand eigenhändig Kik gewidmet. – Im Rand etwas gebräunt und gewellt, im linken Rand Spuren alter Bindung, sonst gut.

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Lot 20 Schweitzer, Albert
Eigenhändige vierzeilige Widmung an Frau Kik. Auf handgeschnitztem Ablagebrettchen aus Tropenholz. Lambarene, 29.9.1961. 18,5 x 19 x 2 cm (bestoßen, Trockenrisse).
Schätzpreis 360 €
Typisches Produkt einheimischer Schnitzkunst: auf dem Außenrand des Brettchens wurden reliefplastisch Schlange und Krokodil geschnitzt. Schweitzer hat das Geschenk an deutsche Freunde und Förderer dann auf den Innenseite mit brauner Tinte gewidmet.

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Lot 21 Schweitzer, Albert
Sammlung von vier Original-Photographien mit eigenhändigen Anmerkungen bzw. Widmungen von Schweitzer. Vintages. C-Prints (3) und Silbergelatine (1). Montiert. Lambarene, um 1953.
Schätzpreis 360 €
Formate 9 x 9 cm bis 13 x 10 cm. – Beigegeben 3 weitere Original-Photographien aus Lambarene, ohne Schweitzers Marginalien bzw. Signaturen. Keine Überschneidungen mit dem anderen Lot signierter Photos. – Nur geringe Altersspuren.

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Lot 22 Schweitzer, Albert
Sammlung von vier Original-Photographien mit eigenhändigen Anmerkungen bzw. Widmungen von Schweitzer. Vintages. Silbergelatine. Montiert. Lambarene, um 1954.
Schätzpreis 360 €
Formate 8,5 x 7 cm bis 13 x 10 cm. – Beigegeben 3 weitere Original-Photographien aus Lambarene, ohne Schweitzers Marginalien bzw. Signaturen. Keine Überschneidungen mit dem anderen Lot signierter Photos. – Nur geringe Alterspuren.

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Lot 23 Schweitzer, Albert
Vierzeilige eigenhändige Widmung an Richard Kik. 22.2.(19)49. Auf dem Titelblatt von Schweitzers Buch “Das Spital im Urwald”. Bern, Haupt, 1949. 52 S., 1 Bl. 24 x 18,5 cm. Illustrierte Originalkartonage (mit Klebefolie überzogen, vergilbt).
Schätzpreis 300 €
Kik gehörte zu den Freunden und Förderern Lambarenes. – Braunfleckig, letzte zwei Seiten verklebt, teils etwas knickspurig.

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Lot 24 Schweitzer, Albert
Sammlung von ca. 100 eigenhändigen Schriftstücken von Mitarbeiterinnen aus Lambarene und Gunsbach an den Freund und Förderer Richard Kik. Deutsche Handschriften auf unterschiedlichen Papieren. Unterschiedliche Formate. Lambarene u.a., um 1949-1962. Gesteckt in Hüllen, in Ringordner der Zeit.
Schätzpreis 360 €
Die Briefe aus Lambarene mit dem Stempel von Albert Schweitzer. Es schrieben u.a.: Mathilde Kottmann, Lotte Gerhold und Emma Hausknecht. Enthält Nachrichten aus Lambarene sowie Bitten über Besorgungen, die Kik für Lambarene bzw. Schweitzer ausführen sollte. – Teils gebräunt bzw. braunfleckig, knitterspurig, kleine Randläsuren.

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Lot 25 Allgemein – Kircher, Athanasius
D’onder-aardse weereld. 2 Teile in 1 Band. Mit gestochenem illustrierten Titel, gestochener Titelvignette, 13 (9 doppelblattgroßen, 4 gefalteten) Kupfertafeln und -karten, 80 teilweise ganzseitigen Textkupfern und zahlreichen Textholzschnitten. Amsterdam, Janssonius, 1682. 8 Bl., 425 S., 5 Bl., 4 Bl., 415 S., 6 Bl. 40 x 25 cm. Pergamentband der Zeit mit blindgeprägten Deckelvignetten und Rückenschild (Gelenke oben ca. 16 cm angeplatzt, Deckelbezug mit Einriss).
Schätzpreis 3000 €
Einzige niederländische Ausgabe. – Nissen, ZBI 2196 (nennt 14 Tafeln) – Sabin 37968 – Brunet III, 668 – vgl. De Backer/S. IV, 1060, 21 – Dünnhaupt 16.1 – Ferguson I, 467 – Universale Bildung im Barock, Katalog Rastatt, 17 und 3.1: “Der ‘Mundus subterranus’ ist einer der ersten Versuche, die Erde und deren Struktur von einem physikalischen Standpunkt aus zu beschreiben. In Kirchers Augen sind die verborgenen Kräfte der Sternenwelt und überhaupt alle Kräfte und Wirksamkeiten des Universums im Erdkörper zusammengedrängt, der von Gott als Wohnstätte der Menschen, des Beschauers der göttlichen Werke und Bewunderers des göttlichen Weltarchitekten geschaffen wurde”. – “Eines von Kirchers bedeutendsten Werken; behandelt sämtliche Bereiche der Naturwissenschaft, vornehmlich Geologie, Geophysik, Vulkanismus, Mineralogie, Metallurgie und Bergbau. In Buch XI wendet sich Kircher gegen Alchemie” (Dünnhaupt). – Enthalten ist auch eine umfangreiche Abhandlung über den Gold- und Silberbergbau in Amerika sowie vieles aus dem Bereich des Volksglaubens, wie Riesen, Drachen, Chimären, von der Wiederbelebung einer zur Asche verbrannten Pflanze, Astrologie, Kabbala etc. – Ohne die beweglichen Teile zu den Holzschnitten auf den S. 185 und 187 und ohne die vier Tabellen. – 1 Bl. verbunden, nur teilweise etwas gebräunt bzw. fingerfleckig. Sehr gutes nahezu fleckfreies Exemplar.
Only Dutch edition. – 2 parts in 1 vol. With engr. illustr. title, engr. title-vignette, 13 (9 double-page, 4 fold.) engr. plates and maps, 80 partly full-page text-engravings and numerous text-woodcuts. Contemp. blindstamped full vellum (upper hinges cracked, front covering with tear). – Lacking moveable parts to woodcuts on page 185 and 187 and without the 4 tables. – 1 leaf misbound. Only minor browning resp. staining.
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Lot 26 Allgemein – Schott, Caspar
Magia univeralis naturae et artis, sive recondita naturalium & artificialium rerum scientia. 4 Bände. Mit 4 Kupfertiteln und 90 (von 91; 9 gefaltenen) Kupfertafeln. Würzburg, Schönwetters Erben, 1657-1659. 21 x 17 cm. Pergamentbände der Zeit (Bände 1-2 und 3-4 abweichend, etwas berieben und bestoßen, Band 3 mit Fehlstelle am unteren Kapital).
Schätzpreis 2600 €
Erste Ausgabe von Schotts Hauptwerk, einer Enzyklopädie der exakten Naturwissenschaften auf dem Stand der Zeit. – RISM B VI/2, 770 – MGG XII, 53 – De Backer/S. VII, 905 – Dünnhaupt 3811ff, 4.I-IV.1 – Thorndike VII, 590f. – Poggendorff II, 838 – Caillet III, 10003. – Behandelt auch angewandte Physik und Technik mit Randgebieten wie Pyrotechnik, Kryptographie, Magnetismus, Chiromantie, Physiognomie etc. Band 2 ausschließlich zur Musik. – Eine Falttafel mit zwei Tafeln. – Vorderes Innengelenk von Band 1 und beide von Band 3 lose, ein Doppelblatt lose, Band 2 mit wenigen Wurmgängen (meist im Rand), ein Bl. mit geklebtem Einriss, teilweise stockfleckig und gebräunt, die Bände 3 und 4 teilweise papierbedingt stark gebräunt.
First edition. – 4 vols. With 4 engr. titles and 90 (of 91; 9 fold.) engr. plates. Contemp. full vellum (bindings of vol. 1-2 and 3-4 differ, somewhat rubbed, lower spine of vol. 3 with missing piece). – Inner front hinge of vol. 1 and both inner hinges of vol 3 cracked, 1 double-leaf loose, vol. 2 with some worming mostly to margins, 1 leaf with repaired tear, partly foxed and brownstained, vols 3 and 4 with strong browning in places due to paper.
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Lot 27 Astronomie – Pontanus, J. J
De rebus coelestibus libri XIII. Eiusdem de Luna fragmentum. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und 1 Holzschnitt-Bordüre. Basel, A. Cratander, 1530. 6 Bl., 382 S., 1 Bl. 23,8 x 13,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über späteren Holzdeckeln mit 2 Messing-Schließen (etwas gebräunt).
Schätzpreis 450 €
Erste im deutschen Sprachraum gedruckte Ausgabe des astrologischen Klassikers. – VD16 P4191 (nur als Titelauflage in Band 3 der Opera, 1538-40) – Houzeau-L. 2336. – Bezug der Innendeckel fehlt, Titel mit 2 cm Fehlstelle im oberen Rand (kein Textverlust), sehr frisches Exemplar.

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Lot 28 Astronomie
Sammelband mit 4 seltenen Schriften zur Astronomie. Wittenberg & Paris, 1550-51. 17 x 11 cm. Zusammen in blindgeprägtem Schweinslederband über Holzdeckeln mit 2 Schließen (etwas fleckig, Rücken teils blau eingefärbt). [*]
Schätzpreis 1800 €
Interessanter Sammelband mit vier seltenen kleineren Schriften. – Enthält wie folgt: I. Peucer, Caspar. Elementa Doctrinae de circulis Colestibus, et primo motu. Mit zahlreichen Textholzschnitten. Wittenberg, Crato, 1551. 154 nn. Bl. – VD 16 P 1984 – Zinner 2024. – Ohne die acht gefalteten Tabellen und ohne die Volvellen. – II. (Borrhaus, Martinus). Elementale cosmographicum, quo totius & Astronomiae & Geographiae rudimenta, certissimis brevissimisque docentur apodixibus. Mit einigen Textholzschnitten. Paris, Cavellat, 1551. 35 nn., 1 weißes Bl. – BM, French Books S. 76. – III. Apian, Peter. Cosmographiae introductio: cum quibusdam Geometriae ac Astronomiae principiis ad eam rem necessariis. Mit einigen teils blattgroßen Textholzschnitten. Paris, Cavellat, 1551. 46 num., 1 nn., 1 weißes Bl. – Vgl. IA 106.445. – IV. Peurbach, Caspar. Theoricae novae plantarum. Mit zwei gefalteten und zahlreichen teils blattgroßen Textholzschnitten. Paris, Wechel, 1550. 127 S. – Vgl. Kenney 140. – Alle Titel alt gestempelt, ansonsten sauber und wohlerhalten, in einem schönen Renaissance-Einband.
Sammelband with 4 rare publications. Bound in blind stamped pigskin over wooden boards, with 2 clasps (somewhat stained, spine partly colored in blue). Title-pages with old stamp, else very good in a decorative binding.
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Lot 29 Biologie – Botanik – Duhamel du Monceau, Henri Louis
Natur-Geschichte der Bäume darin von der Zergliederung der Pflanzen und der Einrichtung ihres Wachsens gehandelt wird; als einer Einleitung zur vollständigen Abhandlung von Wäldern und Hölzern. Aus dem Französischen übersetzt von Carl Christoph Oelhafen von Schöllenbach. 2 Bände. Mit gestochener Kopfvignette und 50 gefalteten Kupfertafeln. Nürnberg, de Launoy für Winterschmidt, 1764-1765. 14 Bl., 276 S., 2 Bl.; Titel, 291 (recte 293) S., 1 Bl. 24 x 19,5 cm. – Beigebunden: Derselbe. Erklärung von Kunst-Wörtern aus der Botanic und von dem Landbau. Ebda. 1765. Titel, 2 Bl., 98 S. Halblederbände der Zeit mit je 2 Rückenschildern und Rückenvergoldung (Kapital von Band 2 eingerissen, Ecken und Kanten beschabt und bestoßen).
Schätzpreis 450 €
Erste deutsche Ausgabe. – Nissen 543 – Fromm 7660 und 7659 – DSB IV, 224 – Cobres 516, 52 (ebenfalls mit dem Beiband): “Ein vortreffliches Werk.” – Wöllner 455: “Dieser Uebersetzung kann man alles Lob zugestehen, indem sie treu und in fließender Schreibart abgefasset ist.” – Die “Nachricht des Verlegers” hier im Anhang eingebunden. – Titel mit Besitzvermerk von alter Hand, vereinzelt kleine Marginalien in Tinte, stellenweise leicht gebräunt und etwas braunfleckig.

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Lot 30 Biologie – Botanik – Sweerts, Emanuel
(Florilegium Amplißimum et selectißimum.) 2 Teile in 1 Band. Mit 101 (von 110) altkolorierten Kupfertafeln. (Frankfurt, Kempner für den Autor, 1612.) 17 (von 20, das letzte weiß) Bl. 38,5 x 26 cm. Restaurierter Lederband der Zeit mit Rückenschild (berieben). [*]
Schätzpreis 7500 €
Erste Ausgabe des frühen Pflanzenkataloges. – Nissen 1920 – Hunt 196 – Pritzel 9073. – Es fehlen der gestochene Titel, das gestochene Porträt, der typographische Titel, zwei Vorblätter und neun Kupfertafeln. – Sweerts war Blumenhändler und Direktor der Gärten Kaiser Rudolfs II., in dessen Auftrag das Werk erschien. – Eigentlich ist es ein Verkaufskatalog “for plants that the author would have to sell during the Frankfurt Fair” (Hunt). – Die Tafeln folgen dem Florilegium von de Bry, das seinerseits auf Vallet beruht. – Der erste Teil des Werkes behandelt Knollenpflanzen, der zweite verschiedene Gartenpflanzen. – Es fehlen die Tafeln 8, 9, 10 und 21 im ersten und die Tafeln 9, 10, 15 (halb), 23 und 36 (halb) im zweiten Teil. – Das für das Werk typische etwas plakative Kolorit teilweise mit Verwischungen, eine Tafel aufgezogen, eine mit restaurierter Randfehlstelle, teilweise fingerfleckig bzw. etwas gebräunt.
First edition. – 2 parts in 1 vol. 17 (of 20) leaves. With 101 (of 110) col. engr. plates. Contemp. full calf (restored). – Lacking engr. title, engr. portrait, printed title, 2 prelims, and 9 plates. – Colouring blurred in places, one plate backed, one plate with restored margin, some fingerstaining and browning in places.
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Lot 31 Biologie – Botanik – Winkler, Eduard
Sämmtliche Giftgewächse Deutschlands, naturgetreu dargestellt und allgemein faßlich beschrieben. Mit einer Vorrede von Fr. Schwägrichen. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Mit 100 kolorierten gestochenen Tafeln. Leipzig, Magazin für Industrie und Literatur, 1835. XIV, 120 S. 21 x 12,5 cm. Halblederband der Zeit mit rotem Rückenschild und Rückenvergoldung (etwas berieben, Deckel mit kleiner Schabstelle). [*]
Schätzpreis 300 €
Seltene erste Ausgabe. – Nissen, BBI 2169 – vgl. Pritzel 10326 und Ferchl S. 583. – Die hier gestochenen Tafeln abweichend von den lithographierten Tafeln der Erstausgabe von 1831. – Text stockfleckig, nur wenige Tafeln etwas stärker gebräunt bzw. stockfleckig.

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Lot 32 Biologie – Zoologie – Beckmann, Ludwig
Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes. 2 Bände. Mit 2 Holzschnitt-Frontispizes, 3 (2 kolorierten) lithographischen Tafeln, 81 Holzschnitt-Tafeln und 165 Textholzschnitten. Braunschweig, Vieweg, 1894-1895. XIV S., 1 Bl., 386 S., 1 Bl.; XII S., 1 Bl., 351 S. 26,5 x 18,5 cm. Original-Halblederbände mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, Rückenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt (berieben, Ecken etwas bestoßen, Rücken etwas verblasst). [*]
Schätzpreis 360 €
Erste Ausgabe des reich illustrierten Standardwerkes. – Nissen 278. – Eine Tafel lose. Gutes Exemplar.

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Lot 33 Biologie – Zoologie – Buffon, George-Louis Leclerc de
Allgemeine Naturgeschichte. 7 Bände. Mit 7 gestochenen kolorierten Frontispizes, 17 (9 gefalteten) kolorierten Kupfertafeln und 2 kolorierten, mehrfach gefalteten Kupferkarten. Troppau, J. G. Traßler, 1784-1785. 17 x 10 cm. Lederbände der Zeit mit goldgeprägten Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung (diese teils stärker berieben, Gelenke professionell erneuert). [*]
Schätzpreis 300 €
Vgl. Nissen ZBI 710. – Die dekorative Ausgabe mit sorgfältig kolorierten Kupfern entspricht den bei Pauli in Berlin 1771-1774 erschienenen Bänden. – Die beiden Karten zeigen die “Alte Welt” und die “Neue Welt”, besonders schön sind die Kupfer mit unterschiedlichen “Wilden” in Band 6. – Sehr schön restaurierte Bände, teils etwas gebräunt, fleckig und schwach wasserrandig, die beiden Karten mit hinterlegten Blätträndern.

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Lot 34 Biologie – Zoologie – Buffon, George-Louis Leclerc de
Histoire naturelle, générale et particulière. 3 (von 4) Abteilungen in 43 (von 54) Bänden. Mit gestochenem Porträt, 4 gestochenen, gefalteten Karten und 275 (113 kolorierten) Kupfertafeln. Zweibrücken, Sanson & Compagnie, 1785-1787. 16,7 x 10 cm. Schöne Halblederbände der Zeit mit farbigen Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung (leicht berieben, 5 Kapitale mit schmalen Fehlstellen).
Schätzpreis 1200 €
Zweibrückener Nachdruckausgabe, speziell für den deutschen Markt hergestellt. – Nissen 679 – Zimmer 106 – Schöndorf, Zweibrücker Buchdruck 184-196 (mit ausführlicher Würdigung der Ausgabe). – Vorhanden sind die “Histoire naturelle” (13 Bände), die “Oiseaux (18 Bände) und die “Quadrupèdes” (12 Bände, ohne die letzten beiden Supplementbände). Es fehlen die “Minéraux” (9 Bände). – Obwohl die Ausgabe zu einem relativ hohen Preis angeboten wurde, erreichte sie eine Auflage von ca. 3000 Exemplaren. Trotzdem sind heute vollständige und einheitlich gebundene Reihen selten. – Die Tafeln bei den “Oiseaux” alle koloriert, bis auf zwei aus einem anderen Werk beigebundene. – Nach Nissen fehlen sechs Tafeln im allgemeinen Teil und vier Tafel im vierten Band der Oiseaux. – Wenige Bände im unteren bzw. oberen Rand schwach wasserfleckig, vier Bände etwas stärker wasserfleckig, teilweise etwas gebräunt. Gute Reihe, dekorativ gebunden.

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Lot 35 Biologie – Zoologie – Reichenow, Anton
Vogelbilder aus fernen Zonen. Abbildungen und Beschreibungen der Papageien. Mit 33 getönten beikolorierten lithographischen Tafeln nach Aquarellen von G. Mütze. Kassel, Fischer, 1878-1883. 42 nn. Bl. 40 x 29 cm. Original-Leinwandband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel (etwas berieben und fleckig, Kapitale etwas bestoßen, das untere mit Einriss).
Schätzpreis 900 €
Erste Ausgabe. – Nissen 767 – Zimmer 514 – Sitwell-B. 133. – Mit prachtvollen Papageien-Tafeln (jeweils mehrere Vögel auf Ästen vor landschaftlichem Hintergrund). “A series of colored plates illustrating the known parrots, accompanied by short descriptions of each and notes on their distribution” (Zimmer). – Tafeln teilweise im Rand etwas fleckig bzw. gebräunt. Gutes Exemplar.

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Lot 36 Chemie – Croll, Oswald
Basilica chymica, pluribus selectis & secretissimis propria manuali experientia approbatis descriptionibus, & usu remediorum chymicorum selectissiorum aucta a Ioan. Hartmanno … edita a J. Michaelis … et G. E. Hartmanno … 3 Teile in 1 Band. Mit einigen Textholzschnitten. Genf, Chouët, 1635. 16,5 x 10,5 cm. Neuer flexibler Pergamentband).
Schätzpreis 300 €
Wohl erste von G. E. Hartmann besorgte Ausgabe des 1608 erstmals erschienenen Werkes, mit seiner auf 1634 datierten “Epistola dedicatoria” (hier am Schluss). – Duveen 151 – Wellcome I, 1675 – vgl. Ferguson I, 185-187 (nicht diese Ausgabe). – Häufig aufgelegtes Hauptwerk des Paracelsus-Anhängers Croll oder Crollius (1580-1609), “enthält zahlreiche klare Vorschriften besonders anorganischer Arzneimittel. Unter den Ärzten ist er der bedeutendste Chemiker des 16. Jahrhunderts, zahlreiche Arzneimittel gehen auf ihn zurück” (Ferchl 109). – “The Basilica Chymica consists of three parts: an admonitory preface, in which Crollius discusses the doctrines of Paracelsus; the practical part, which is really a treatise on pharmacy and therapeutics; and the treatise in Signatures” (Ferguson). – Croll studierte in Marburg, Heidelberg, Straßburg und Genf und war Leibarzt des Prinzen Christian von Anhalt-Bernberg. – Die einzelnen Teile des Werkes separat paginiert, die “Praefatio admonitoria” ist nachgebunden – Wasserrandig, meist nur im unteren Rand, etwas gebräunt. Titel mit alten Besitzvermerken.

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Lot 37 Chemie – Runge, Friedlieb Ferdinand
Einleitung in die technische Chemie für Jedermann. Mit 150 im Text befindlichen Tafeln, worauf die chemischen Verbindungen in natura dargestellt sind. Mit 156 montierten Farbmustern auf Kattun und wenigen Textholzschnitten. Berlin, Sander, 1836. IV (recte XIV), 570 S. 20,5 x 12 cm. Pappband der Zeit mit rotem Rückenschild (berieben und bestoßen, Kapital mit schmaler Fehlstelle). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe. – Bolton 791 – Schelenz 660. – Etwas fleckig bzw. gebräunt, die Farbmuster teilweise mit Abklatsch.

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Lot 38 Geologie – Dru, Léon Victor Edmonde
Rapport sur les eaux minérales du Caucase. Mission de 1882. Mit 55 teilweise doppelblattgroßen kolorierten lithographischen Tafeln. Paris, Chamerot, 1884. 2 Bl., 111 S. 38,5 x 26 cm. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel (etwas berieben, vordere Deckelkante mit kleinem Ausbruch). [*]
Schätzpreis 750 €
Erste Ausgabe. – Offizieller Bericht der 1882 im Auftrag der russischen Regierung im Kaukasus unternommenen geologischen Untersuchungen über die Mineralquellen von Piatigorsk, Gelznovodsk, Essentouky und Kislovodsk. – Die handkolorierten Tafeln zeigen neben geologischen Formationen vor allem diverse Pläne von Brunnen, Badehäusern, Pumpstationen und sonstigen wassertechnischen Anlagen sowie eine doppelblattgroße farbig lithographierte Karte. – Tafeln teilweise verso leicht gebräunt, sehr gutes Exemplar.
First edition. – With 55 handcoloured lithogr. plates, some double-page. Contemp. half calf (somewhat rubbed). – Some plates with browning verso. Very good copy.
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Lot 39 Geologie
Sammlung von 3 Publikationen der Akademie der Wissenschaften der UdSSR sowie 2 Beigaben. Mit einigen Abbildungen bzw. Karten. Leningrad, Verlag der AdW der UdSSR, 1926-1928. Unterschiedliche Formate. Original-Broschuren (Signatur-Nummer auf den Vorderdeckeln, teils etwas geblichen bzw. lichtrandig, mit kleinen Randläsuren).
Schätzpreis 300 €
Enthält: I. Sewernaja Mongolija. I. Predwaritelnye ottschoty geologitscheskoi, geochimitscheskoi i potschwenno-geografitscheskoi expedizi o rabotach, proiswedjonnych w 1925 g. (Die Nördliche Mongolei. I. Vorläufige Berichte der geologischen, geochemischen und bodenkundlichen Expeditionen über die im Jahr 1925 durchgeführten Arbeiten). Mit 9 Tafeln, 4 Karten (1 farbige, 2 gefaltete, 1 davon mehrfach). 1926. 164 S. – II. Koslow, P. K. Sewernaja Mongolija. III. Kratki otscherk o Mongolo-Tibetskoi expedizii Gosudarstwennowo Russkowo Geografitscheskowo obschtschestwa 1923-1926 gg. (Die Nördliche Mongolei. III. Kurzer Abriss über die Mongolisch-Tibetische Expedition der Staatlichen Russischen Geographischen Gesellschaft der Jahre 1923-1926). Mit 11 photographischen Tafeln. 1928. 47 S. – III. Boldyrew, A. N. Kommentari k rabote E. S. Fjodorowa Das Krystallreich. (Kommentar zur Arbeit E. S. Fjodorows Das Krystallreich). 1926. (4), 72 S. – Beigaben: I. The Pacific. Russian scientific investigations. Leningrad, Publishing Office of the Academy of Sciences of the USSR, 1926. Enthält 11 Porträttafeln im Seidenhemdchen, 6 Karten (5 davon gefaltet), weitere Illustrationen, 1 gefaltete Tabelle. Kartonierte Broschur, (4), 190, (2) S. – II. Biblioteka AN SSSR. Spisok inostrannych perioditscheskich isdani i seri, postupiwschich w 1926 g. (Bibliothek der AdW der UdSSR. Liste der im Jahr 1926 aufgenommenen ausländischen Periodika und Serien. 1928. (2), 65 S. – Unbeschnitten, teils mit kleiner Eckstauchspur bzw. leicht gebräunt.

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Lot 40 Mathematik – Klügel, Georg Simon
Mathematisches Wörterbuch oder Erklärung der Begriffe, Lehrsätze, Aufgaben und Methoden der Mathematik …. 5 Bände und 2 Supplementbände. Mit 45 gefalteten Kupfertafeln. Leipzig, Schwickert, 1803-1836. 21 x 12,5 cm. Halblederbände der Zeit mit goldgeprägten Rückenschildern (berieben, Kanten bestoßen, 4 Gelenke an den Kapitalen etwas eingerisssen, Gelenke von Supplementband 2 zur Hälfte angeplatzt, Rücken von Band 1 und 2 aufgehellt). [*]
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Poggendorff I, 1277 – Sotheran, Suppl. I, 1332: “Still a useful work. Klügel introduced in it the term gonimetry”. – Wegen des langen Erscheinungszeitraums selten komplett. – Ab Band 4 fortgesetzt von C. B. Mollweide und beendet von J. A. Grunert. – Stellenweise etwas braunfleckig, insgesamt gut erhalten.

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Lot 41 Mathematik – Penther, Johann Friedrich
Praxis Geometriae, worinnen nicht nur alle bey dem Feld-Messen vorkommende Fälle … deutlich werden. Achte Edition. 2 Teile in 1 Band. Mit gestochenem allegorischen Frontispiz, 1 gestochenen Kopfvignette, 1 gestochenen Titelvignette und 39 gefalteten Kupfertafeln. Augsburg, Wolff, 1776 (Zugabe: 1768). 5 Bl., 97 S., 2 Bl., 55 S. 32 x 20,5 cm. Lederband der Zeit mit zwei farbigen Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung (etwas berieben und bestoßen, Gelenke an den Kapitalen angeplatzt).
Schätzpreis 300 €
Libri rari 215 – vgl. Ornamentstichkatalog Berlin 1734. – 1732 erstmals erschienen, blieb Penthers (1693-1749) Buch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein Referenzwerk für Vermessungsingenieure, Kartographen und Architekten. – Die Tafeln zeigen Mess- und Zeicheninstrumente sowie zahlreiche Anwendungsbeispiele. – Teilweise etwas braunfleckig, wenige Blatt schwach wasserrandig, die Tafeln teilweise etwas knickspurig.

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Lot 42 Mathematik – Rost, Johann Leonhardt
Mathematischer Lust- und Nutz-Garten. Darinnen das Nohtwendigste von der Arithmetica Vulgari, Decimali und Sexagesimali; deßgleichen von der Geometrie, Trigonometrie, Longimetrie und Planimetrie; oder vom Feldmessen; sammt einer Anleitung zur Perspectiv, wie sie in des Herrn Desargues Anfangs-Gründen, auf eine leichte Art mit dem perspectivischen Maasstabe enthalten; auch ein Zusatz von horizontal- und sphaerischen Plafonds Zeichungen, mit einer Nachricht von Anamorphotischen Figuren anzutreffen ist. Den Anfängern zum Besten in einem Compendio eröfnet, und durch viele darzu benöhtigte Kupfer erläutert. Mit 23 gefalteten Kupfertafeln. Nürnberg, Johann Christoph Weigel, 1724. Doppelblattgroßer Titel, 2 Bl., 262 S., 9 Bl. 17,5 x 10,5 cm. Lederband der Zeit mit Rückenschild und reicher Rückenvergoldung (etwas berieben, Deckel leicht gewölbt). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe des interessanten Handbuches, verfasst von dem barocken Romanschriftsteller und Astronomen Johann Leonhardt Rost, anonym erschienen. – Dünnhaupt V, 27, 1. – Nur teilweise leicht gebräunt. Gutes und vollständiges Exemplar.

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Lot 43 Medizin – Du Chesne, Joseph (Pseudonym: Josephus Quercetanus)
Quercetanus redivivus, hoc est, ars medica dogmatico-hermetica ex scriptis Josephi Quercetani, … tomis tribus digesta: quorum I. ars medica dedicatrix. II. ars medica auxiliatrix. III. ars medica practica. Operâ Joannis Schröderi. 3 Teile in 1 Band. Mit illustriertem Kupfertitel. Frankfurt, Johann Beyer, 1648. 8 Bl., 923, 267 S., 29 Bl. 20,5 x 15,5 cm. Pergamentband der Zeit mit altem handschriftlichen Rückentitel (etwas fleckig, kleine Wurmlöcher). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste Ausgabe in der Bearbeitung von Schröder. – Wellcome II, 491 – Hirsch/H. II, 7f. – Enthält in Teil 2 von S. 217-852 “Pharmacopoea generalis” und berichtet außerdem über Pathologie, Therapie, Chirurgie, Pest, Epilepsie, Lues, Schmerz etc. – Der gestochene Titel mit figürlichen Porträts von Hermes und Galenus sowie fünf kleinen Szenen aus dem Bereich der Heilkunde und Pharmazie. – Gebräunt, Kupfertitel mit Siegellackspuren im Rand, altes Rückenschild auf den Innendeckel geklebt.

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Lot 44 Medizin – Anatomie – Arnaud de Ronsil, Georges
Anatomisch-chirurgische Abhandlung über die Hermaphroditen. Aus dem Französischen übersetzt. Mit 6 gefalteten Kupfertafeln. Straßburg, König, 1777. 2 Bl., 116 S. 20,5 x 17 cm. Kartonage der Zeit (berieben, Rücken mit Bezugsfehlstellen). [*]
Schätzpreis 450 €
Erste deutsche Ausgabe. – Hirsch/H. I, 205 – Wellcome II, 58 (nur englische Übersetzung) – Library of the Karolinska Institut 128f.: “Arnaud de Ronsil, a French surgeon of good reputation, is especially known for his operations of hernia. Already in 1750 he published a dissertation of hermaphrodites of 58 pages. The above work is considerably enlarged with an account of the defence of Anne Grandjean, also known by the name of Johann Baptist Grandjean, a case regarding a hermaphrodite which was discussed not only in Paris but all over Europe. This German edition was translated from the first volume of the author’s memoires de chirurgie. And is illustrated with 12 figures on six folding plates. Even if fanciful illustrations of hermaphrodites had occured several times in books and prints, the figures in Arnaud’s work and the two copperplates by Moreau le Jeune seem to be the earliest depictions in printed form of this phenomena drawn d’après nature.” – Teilweise leicht fingerfleckig, sonst gut.

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Lot 45 Medizin – Geburtshilfe – Fried, Georg Albrecht
Anfangsgründe der Geburtshilfe zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Neue Auflage. Mit 6 gefalteten Kupfertafeln. Straßburg, Treuttel, 1787. 5 Bl., 224 S., 1 Bl. 19,5 x 12 cm. Pappband (um 1850) mit Rückenschild (Rücken restauriert, Kapital mit kleiner Fehlstelle). [*]
Schätzpreis 300 €
Zweite Auflage des erstmals 1769 erschienenen Lehrbuchs. – Hirsch/H. II, 621 – Siebold II, 425. – Die Kupfer zeigen den detaillierten Aufbau eines Hebammenstuhls, ein “Geburtsbett”, die levretische krumme Zange und zahlreiche weitere für die Geburtshilfe wichtige Instrumente. – Nur teilweise leicht gebräunt. Gutes Exemplar.

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Lot 46 Medizin – Homöopathie – Heinroth, Johann Christoph August
Anti-Organon oder, das Irrige der Hahnemannischen Lehre im Organon der Heilkunst. Leipzig, Hartmann 1825. 2 Bl., 243 S. 20,5 x 12 cm. Pappband der Zeit mit Rückenschild (Rückenkanten mit Bezugsfehlstellen, Schild mit Randfehlstellen). [*]
Schätzpreis 300 €
Erste Ausgabe. – Weller 4222 – Lesky 291 – Tischer 451. – Frühe und sehr entschiedene Gegenschrift zur Homöopathie des bedeutenden Mediziners, Psychiaters und Pädagogen Johann Christian August Heinroth (1773-1843). – “Er ist der Schärfste und läßt kaum ein gutes Haar an der ganzen Lehre. Er führt den Kampf unleugbar mit großem dialektischen Geschick. Nirgendwo ist der Wille spürbar, den großen Wurf, trotz aller Fehler im einzelnen, anzuerkennen” (Tischner). – Letztes Blatt an der oberen Ecke mit etwas Papierverlust, ohne Textberührung, Vorsätze etwas stockfleckig.

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Lot 47 Medizin – Neurologie – Hirschel, Leon Elias
Gedanken die Heilungsart der fallenden Sucht betreffend. Nebst einem Anhang, von einigen gegen die Würmer dienlichen Mitteln. Zweite weit vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin, Wever 1770. 7 Bl., 145 S. 17 x 10,5 cm. – Angebunden: Derselbe. Gedanken von der Starrsucht oder Catalepsis, nebst einigen Zusätzen zu den Gedanken die Heilungsart der hinfallenden Sucht betreffend. Berlin, Mylius, 1769. 79 S. Pappband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel (berieben, Ecken bestoßen). [*]
Schätzpreis 300 €
Vgl. Blake 214 – Hirsch/H. III, 236. – Zwei interessante Arbeiten über Epilepsie. – Nur teilweise leicht gebräunt.

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Lot 48 Medizin – Pädiatrie – Harris, Walter
Gründlicher Bericht von den schnellen und gefährlichsten Kranckheiten junger Kinder. Nebenst angehengten Observationen … ohnlängst in Lateinischer Sprach herauß gegeben, anjetzo aber in das Hochteutsche übersezt und mit einem fernern Anhang von andern Zuständen junger Kinder und beygefügten ebenmässig-denckwürdigen Anmerckungen vermehrt. Frankfurt und Leipzig, Kühn, 1691. 8 Bl., 279 (recte 281), 212 S. 13,5 x 8 cm. Pappband der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild (berieben). [*]
Schätzpreis 450 €
Eine von zwei Varianten der ersten deutschen Ausgabe, die lateinische Erstausgabe erschien 1689 in London. – Hirsch/H. III, 64 – Waller 4071 – Krivatsy 5272 – vgl. Garrison-Morton 6321 (erste lateinische Ausgabe) – VD17 23:239692S (mit Verlagsort Ulm). – Harris (1651-1725) “ist bemerkenswerth dadurch, dass er Verfasser einer Schrift ist, in der zum ersten Mal die Bedeutung der Kinderheilkunde genügend gewürdigt wird … Das Buch ist werthvoll auch durch die beigegebenen Krankengeschichten und lässt in Harris einen vorurtheilsfreien und erfahrenen Beobachter erkennen” (Hirsch/H.). – “His book served for nearly a century as a standard work on paediatrics. He anticipated the modern treatment of tetany by using calcium salts in infantile convulsions,” (Garrison-M.). – Titel verso (alter Stempel des Joachimsthaler Gymnasiums) und fliegender Vorsatz (Prof. Jakob Bernheim-Karrer, 1868-1958; Kinderarzt) gestempelt, etwas gebräunt.

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Lot 49 Medizin – Pharmazie – Charas, Moyse
Pharmacopée royale galenique et chymique. Nouvelle edition, revue, corrigée, & augmentée par l’auteur. 2 Bände. Mit gestochenem illustrierten Titel, gestochenem Porträt und 6 Kupfertafeln. Paris, Laurent d’Houry, 1691. Drucktitel, 5 Bl., 424, 20 S., S. 425-848, 24 Bl. 25,5 x 19 cm. Lederband der Zeit mit Rückentitel und reicher Rückenvergoldung (Rücken unter Verwendung des Original-Bezuges restauriert, das untere Segment erneuert, Ecken bestoßen). [*]
Schätzpreis 300 €
Diese Ausgabe nicht bei Wellcome oder Friedmann. – Hirsch/H. I, 885. – Hauptwerk des französischen Pharmazeuten Moyse Charas (1619-1698). – Mit dem (etwas blassen) allgorischen Kupfertitel, dem ganzseitigen Porträt, fünf gestochenen Tafeln mit chemischen und pharmazeutischen Instrumenten und Einrichtungen sowie der gestochenen Tabelle. – Teilweise etwas stärker gebräunt, die letzten Blatt mit Wurmgängen im weißen Rand.

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Lot 50 Medizin – Psychologie – Freud, Sigmund
Die infantile Cerebrallähmung. Mit 3 gefalteten Tabellen. Wien, Alfred Hölder, 1897. 3 Bl., 327 S. 24,5 x 17 cm. Spätere Halbleinwand.
Schätzpreis 300 €
Specielle Pathologie und Therapie, IX. Band, II. Theil, II. Abteilung. – Erste Ausgabe von Freuds letzter neurologischer Veröffentlichung. – Meyer-Palmedo/Fichtner 1897a. – Garrison-Morton 4708, 2: “Freud gave an excellent description of the various forms of cerebral palsy, with precise classification of the different spastic symptoms; he also mentioned the extra-pyramidal symptoms.” – Wenige Bleistiftanstreichungen.

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